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Vor Jahren wurde ich auf Jean Raspails 1973 erschienenen Roman aufmerksam, der recht gut voraussagte, was seit ca. 2000 passiert: Der Suizid der Völker Europas als Erlösung von (auto?-)implantierten Schuldkomplexen und gelebtem Selbsthass.

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Zuerst las ich damals nicht die sehr merkwürdige deutsche Ausgabe, welche unvollständig ist, und stark gegenüber dem frz. Original verändert wurde. Bevor man ein Buch liest, schaut man mal, was Leser dazu so zu sagen haben. Und wer der Autor ist.

FAZ, 2005:

Benedikt XVI. heißt der Papst in diesem 1973 erschienenen Buch. Es ist nicht der einzige seherische Zug in Jean Raspails Roman „Das Heerlager der Heiligen“. Und Raspail ist nicht irgendwer: ein bedeutender Reiseschriftsteller der fünfziger Jahre, bekannt geworden durch seine Schilderungen des südamerikanischen Feuerland und der Inkas; Romancier, ausgezeichnet von der Académie Française, glühender Monarchist und insofern schon ein Unzeitgemäßer – vielleicht war es diese Distanz zum Geist der Zeit, die ihn vor mehr als dreißig Jahren manches von dem vorhersehen ließ, was in diesen Tagen zur dramatischen Aktualität geworden ist, da wir die Berichte und Bilder (mit Ausnahme der schlimmeren) aus Ceuta und Melilla zur Kenntnis nehmen müssen. Raspails Thema war der Ansturm des armen, bevölkerungsstarken Südens auf den reichen, an sich selbst irre gewordenen Norden.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/belletristik/das-schlechte-gewissen-koennen-wir-kaufen-1294555.html

Raspail wurde jüngst 90 Jahre alt, das Buch ist gut 40 Jahre alt, wurde also nicht von einem jungen Autor geschrieben. Mich hatte von Anfang an gestört, dass die Invasoren des Abendlandes aus Indien auf Schiffen kamen, und nicht etwa aus Nordafrika, was viel näher gelegen hätte als Roman-Plot, und im Jahr 2015 auch die Realität ist. Hindus statt Moslems… ist das letztlich egal, weil nur die schiere Masse zählt? Sind 10 Mio christliche Neger genauso tödlich für ein europäisches Volk wie 10 Mio muslimische Araber?

Also suchte man, und man fand:

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Wieso Inder statt Arabern? Frankreich ist voller Algerier, Millionen sind es dort mittlerweile, warum Inder im Roman?

Viele haben sich gefragt, warum es in “Das Heerlager der Heiligen” braune und schwarze Menschenmassen vom fernen Ganges sind, statt Moslems von den Ufern des Mittelmeers, die den Süden Frankreichs überwältigen. Ein Wort: Vorsicht. Sogar damals 1973 wäre es zu gefährlich und politisch explosiv gewesen, die bereits auszumachenden kulturellen Spannungen zu verschärfen.

(die Quellen sind auf einer HD gespeichert, ob sie so noch online sind weiss ich nicht)

Die Frage ist wohl geklärt. Mit Millionen Algeriern in Frankreich schreibt man besser von Hindus als Invasoren…

Das Buch von Sarrazin „Deutschland schafft sich ab“ ist kein Roman, sondern ein Sachbuch, obwohl sehr zurückhaltend formuliert reichte es aus, um 2010/2011 eine total hysterische Reaktion in Deutschland auszulösen, vor allem bei Leuten, die es gar nicht gelesen hatten, und so massenhaft zu Opfern der Medienpropaganda  wurden. Angela Merkel ist da bei Weitem nicht die einzige… die sich das Maul zerriss und später zugab, das Buch gar nicht zu kennen. Megabrüller… aber so funktioniert „freie Meinung in freien Massenmedien“.

In der aktuellen „Flüchtlingsdiskussion“ wehrt man sich mit Händen und Füssen dagegen, das Problem der Massenmigration überhaupt zu diskutieren im Hinblick darauf, dass sie unweigerlich zum Verschwinden der europäischen Völker führen muss. Die Konfusion lässt sich an einem einzigen Begriff festmachen: Rassismus.

DER Suizidbegriff schlechthin:

Wie können wir Menschen europäischer Abstammung uns gegen die kommenden Horden verteidigen, wenn alle Aktionen, die wir gegen sie unternehmen, rassistisch genannt werden?

Die simple Antwort ist die, daß wir dem Wort Rassismus die Macht nehmen müssen.

Wir werden einfach akzeptieren müssen, daß wir “rassistisch” sind, selbst wenn uns die Hautfarbe einer Person egal ist. Wir dürfen nicht jene, die gegen uns stehen, die Macht übernehmen lassen, nur weil wir nicht als etwas gesehen werden wollen, das als verabscheuungswürdig betrachtet wird. Wir haben es mit Leuten zu tun, die sich wie Monster verhalten; wenn wir nicht nur überleben, sondern Erfolg bei der Bewahrung unserer Kulturen und Lebensweisen haben sollen, dann werden wir tief in unsere eigene Kultur greifen und etwas Machtvolles und Rücksichtsloses anzapfen müssen. Wir werden keine sauberen Hände haben, wenn wir es tun, aber was ist wichtiger: ein reiner Geist, oder das Wissen, daß unsere Kinder und deren Kinder in einer Welt leben werden, in der sie stolz darauf sein können, wer sie sind, und keine Sklaven einer Ideologie und eines Volkes sind, das sie bis zum letzten Mann oder der letzten Frau hingeschlachtet sehen will?

Das war die TOP-Antwort unter einem Artikel aus dem Jahr 2010, veröffentlicht bei Gates of Vienna:

Regelmäßige Leser sind vertraut mit Anne-Kits exzellenten Übersetzungen aus dem Dänischen ins Englische. Zur Abwechslung hat sie einen eigenen Essay verfaßt, eine von Jean Raspails Roman “Heerlager der Heiligen” inspirierte Meditation.

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Wir wurden gewarnt  von Anne-Kit aus Perth, Australien

“Um zu existieren, muß eine Gesellschaft sich gegen alles und jeden verteidigen, das oder der ihre Existenz bedrohen könnte. Die Unfähigkeit, sich gegen den Feind zu verteidigen, ist immer das Zeichen des nahenden Todes gewesen … Menschen können nur zusammen leben und handeln, wenn sie durch Gesetz und Brauch, Mythen und Legenden, Skulpturen und Lieder aneinander gebunden sind … Wo solch zugrundeliegende Orthodoxie fehlt, finden wir uns inmitten einer Ansammlung von Ghettos, nicht in einer Gesellschaft.”

— Frederick Wilhelmsen, Herausgeber von National Review in den frühen 1960ern.

Das ist es: Die Verteidigung des Eigenen ist das allein Wichtige. Und dazu braucht es einen gesunden Rassismus: Das Eigene geht vor. Selbsterhaltungstrieb ist nichts Schlechtes, und der gilt auch für kulturelle Gemeinschaften, sprich: Für Völker.

Das Vorwort zur deutschen Ausgabe 1985 vom Autor:

VORWORT DES VERFASSERS

ZUR 3. FRANZÖSISCHEN AUFLAGE

Der 1973 erstmalig erschienene Roman »Das Lager der Heiligen« hat damals eine Lage und eine Bedrohung geschildert, die heute erkennbar ist und niemand mehr unwahrscheinlich vorkommt. Das Buch beschreibt die friedliche Eroberung Frankreichs und anschließend des Abendlandes durch die Dritte Welt, welche der Zahl nach die Mehrheit geworden ist. Das Weltgewissen, die Regierungen, das Gleichgewicht der Zivilisationen und jeder einzelne, alle fragen sich – allerdings zu spät – was tun?

Was tun, wenn keiner auf die Menschenwürde zugunsten des Rassestandpunkts verzichten will? Was tun, wenn gleichzeitig jedermann – und jede Nation – das heilige Recht hat, seine Identität im Namen seiner Zukunft und seiner Vergangenheit und seiner Besonderheiten zu bewahren?

In unserer Welt haben sich völlig verschiedene Kulturen und Rassen gebildet, die sich oft nur durch eine gebotene vollkommene Trennung voneinander bis zur Höchststufe entwickeln konnten. Die dabei entstandenen Auseinandersetzungen, die es immer geben wird, sind weder aus rassischen Gegensätzen noch aus rassenkämpferischen Motiven hervorgegangen. Sie sind einfach Teil einer fortgesetzten Kräftebewegung, die nun einmal die Weltgeschichte erfüllt. Die Schwachen gehen unter und verschwinden, die Starken vermehren sich und triumphieren über die anderen.

Die europäische Entfaltung zum Beispiel, von den Kreuzzügen angefangen über die Entdeckungen zu Land und zur See bis zu den Kolonialkriegen und ihren Nachwehen, hatte verschiedene Beweggründe, edle, politische und merkantile, wobei jedoch der Rassegedanke nicht mitwirkte und überhaupt keine Rolle spielte oder höchstens bei unbedeutenden Geistern. Im Kräfteverhältnis waren wir nur die Stärkeren. Das ist alles. Daß dies oft überwiegend auf Kosten anderer Rassen ging – wobei manche sogar aus ihrem tödlichen Dahindämmern aufgeweckt wurden –, war nur die Folge unserer Eroberungslust und hatte keine ideologischen Motive. Heute, da das Kräfteverhältnis sich umgekehrt hat, ist unser altes Europa tragischerweise auf der Erde eine Minderheit geworden. Es zieht sich hinter seine brüchigen Mauern zurück und verliert schon Schlachten auf dem eigenen Boden. Jetzt bemerkt es langsam ganz verwundert das dumpfe Getöse der riesigen Flut, die es zu ersäufen droht, und erinnert sich notgedrungen, was die alten Sonnenuhren verkündeten: »Es ist später, als du denkst …« Der letztere Hinweis stammt nicht aus meiner Feder. Thierry Maulnier hat dies nach der Lektüre meines Buches geschrieben. Man möge es mir nachsehen, daß ich dazu noch Professor Jeffrey Hart von der Universität Princeton anführe. Dieser Literaturchronist und berühmte amerikanische Kolumnist bemerkte: »Raspail schreibt nicht über Rasse, sondern über Kultur …«

Im übrigen ist das Buch »Das Lager der Heiligen« ein symbolisches Buch, eine Art brutale Prophezeiung, wie sie mir gerade einfiel. Wenn ich je eine Inspiration hatte, so war es zugestandenermaßen hier der Fall. Wo zum Teufel hätte ich sonst den Mut gefunden, es zu schreiben? Nach achtzehn Monaten Arbeit war ich ein anderer geworden, wenn ich mein Foto auf der Umschlagseite der ersten Ausgabe von 1973 betrachte. Ein erschöpftes, zehn Jahre älteres Gesicht als heute, mit einem Blick, als ob ihn zu viele Visionen gequält hätten. Trotzdem, was von meiner wirklichen Natur in diesem Buch in Erscheinung trat, das war eigentlich ein gesunder Humor, den man auch vorfindet, eine Art Spott, die Komik über Tragischem, eine gewisse Dosis Possenhaftigkeit als Gegengift gegen die Apokalypse. Ich bin immer dafür gewesen, »Das Lager der Heiligen« trotz seines Themas nicht als trauriges Buch zu betrachten, und ich bin gewissermaßen Jean Dutourd dankbar, der dies verstanden hat. »Unser Abendland ist ein Clown geworden. Sein tragisches Ende könnte ebenso eine große Posse sein. Deshalb ist dieses schreckliche Buch im Grunde genommen so komödienhaft.«

Wenn das Buch »Das Lager der Heiligen« ein Symbol bildet, so steckt darin keine Utopie, überhaupt keine Utopie mehr. Wenn eine Prophezeiung darin enthalten ist, so erleben wir heute die Vorboten. Kurz gesagt, im »Lager der Heiligen« ist sie abgehandelt wie eine Tragödie im alten Stil. Zeit und Ort der Handlung bilden eine Einheit. Alles spielt sich innerhalb von drei Tagen an der Südküste Frankreichs ab und dort besiegelt sich das Schicksal der weißen Welt. Obwohl die Handlung schon voll im Gang war und genau nach den Erscheinungsbildern (boat people, Radikalisierung des maghrebischen Volksteils in Frankreich und anderer fremdrassischer Gruppen, psychologische Einflußnahme der humanitären Vereine, Verdrehung des Evangeliums durch die verantwortlichen Geistlichen, falsche Gewissensengel, Weigerung, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen), wie sie schon in »Das Lager der Heiligen«, Ausgabe 1973, beschrieben wurde, vollzieht sich das Ende in Wirklichkeit nicht in drei Tagen, wohl aber mit Sicherheit nach zahlreichen Krisen in den ersten Jahrzehnten des dritten Jahrtausends, also in kaum einer oder zwei Generationen. Wenn man weiß, was eine Generation in unseren alten europäischen Landen bedeutet, eine müde Generation, bei müden Familien und einer müden Nation, so greift dies einem schon jetzt ans Herz, und man ist entmutigt. Es genügt der Hinblick auf die erschreckenden demografischen Vorhersagen für die nächsten dreißig Jahre, wobei die von mir erwähnten noch die günstigsten sind. Eingeschlossen inmitten von sieben Milliarden Menschen leben nur siebenhundert Millionen Weiße, davon in unserem kleinen Europa ein nicht mehr junges, sondern sehr gealtertes knappes Drittel, gegenüber einer Vorhut von fast vierhundert Millionen Maghrebinern und Muselmanen auf dem gegenüberliegenden Ufer des Mittelmeers, wovon fünfzig Prozent jünger als zwanzig Jahre alt sind und die dem Rest der Dritten Welt vorausgehen. Kann man bei einem solchen Mißverhältnis nur eine Sekunde und im Namen irgendeiner Vogelstraußblindheit an ein Überleben glauben?

Hier ist genau der Augenblick gekommen, um zu erklären, warum in meinem Buch »Das Lager der Heiligen« die Masse Menschen von dem weit entfernten Ganges eher gekommen ist und den Süden Frankreichs überschwemmt hat und nicht von den Ufern des Mittelmeers. Dafür gibt es mehrere Gründe. Einer betrifft meine Vorsicht, insbesondere meine Ablehnung, mich in die tägliche, trügerische Debatte über Rassismus und Antirassismus in Frankreich einzulassen, ebenso meine Abneigung, schon merklich wahrnehmbare rassische Spannungen zu beleuchten, weil dies die Lage noch verschlimmern könnte, zumal augenblicklich kein Anlaß besteht. Gewiß, eine beachtliche Vorhut befindet sich bereits bei uns, die lauthals ihre Absicht bekundet, hier zu bleiben, unter gleichzeitiger Weigerung, sich zu assimilieren. Man wird in zwanzig Jahren im Schoß des ehemaligen französischen Volkes mehr als dreißig Prozent sehr »motivierte« Fremdrassige zählen. Das ist schon ein Zeichen, aber eben nur ein Zeichen. Man kann sich dabei aufhalten. Man kann in diesem Zusammenhang etwas plänkeln und dabei übersehen – oder so tun, als ob –, daß die wirkliche Gefahr nicht allein hier liegt, sondern woanders, daß sie erst kommt und durch ihren Umfang von linderer Art sein wird. Denn ich bin überzeugt, daß weltweit alles losgeht wie bei einem Billard, wo die Kugeln aufeinanderstoßen, nachdem sie nach einem Anstoß eine nach der andern in Bewegung geraten sind. Ein solcher Anstoß könnte in irgendeinem Reservoir des Elends und der Menschenballung wie dort am Ufer des Ganges entstehen. Das geht natürlich nicht so plötzlich vor sich, wie ich es beschrieben habe, denn »Das Lager der Heiligen« ist nur ein Gleichnis. Aber am Ende der Rechnung ist das Ergebnis nicht anders, vielleicht weitschweifiger und wahrscheinlich erträglicher. Das Römische Reich ist auch nicht anders untergegangen. Bei gelindem Feuer kann man sich aber sicher auf einen großen Brand gefaßt machen. Man sagt, die Geschichte wiederhole sich nicht. Das ist eine riesige Dummheit. Die Geschichte unseres Planeten besteht aus einander folgenden Leerräumen und aus Ruinen, die andere nacheinander ausgefüllt und neu gestaltet haben.

Das Abendland ist leer, auch wenn es sich dessen noch nicht bewußt ist. Seine Zivilisation ist außerordentlich erfinderisch, sicher die einzige, die fähig ist, die unüberwindbare Herausforderung des dritten Jahrtausends zu meistern. Aber das Abendland ist seelenlos geworden. In der Rangfolge der Nationen, Rassen und Kulturen wie beim einzelnen ist es immer die Seele, welche die entscheidenden Kämpfe gewinnt. Sie und nur sie allein bildet den goldenen und ehernen Grund, aus dem der Schutzschild zur Rettung starker Völker besteht. Bei uns kann ich kaum noch Seele erkennen. Wenn ich zum Beispiel mein eigenes Land Frankreich betrachte, so kommt es mir oft vor, als ob ich aus einem bösen Traum erwache, da heute viele Franzosen träge sind. Sie sind nur noch »Bernharde der Eremit«, die in leeren Muscheln leben als Vertreter einer nunmehr verschwundenen Art, die sich französische Art nannte und die in nichts, etwa durch irgendein genetisches Mysterium, die Art erkennen ließe, die am Ende des Jahrhunderts sich dieses Namens bedient. Sie begnügen sich damit weiterzuleben. Sie stellen mechanisch von Woche zu Woche ihr Überleben sicher und werden immer weicher. Unter den Bannern einer trügerischen inneren und »beruhigenden« Solidarität fühlen sie sich zu nichts mehr verpflichtet und haben auch kein Bewußtsein mehr für das, was das gemeinsame Wesentliche eines Volkes bildet. Auf der praktischen und materialistischen Ebene, die in ihrem neidischen Blick allein noch einen Schimmer Interesse entzünden kann, sind sie eine Nation von Kleinbürgern, die sich mit Millionen von Bediensteten, den Einwanderern, zufriedengegeben hat und inmitten der Krise noch gibt, und dies im Namen eines ererbten jedoch immer weniger eines verdienten Reichtums. Ah, wie sie zittern werden! Die Bediensteten haben diesseits und jenseits des Meeres unzählige Familien, eine einzige ausgehungerte Familie, welche die ganze Erde bevölkert. Spartakus in weltweitem Maßstab … Um nur ein Beispiel unter hundert anzuführen: Die Bevölkerung von Nigeria in Afrika zählt fast siebzig Millionen Einwohner, die zu ernähren dieses Land unfähig ist, wobei es mehr als fünfzig Prozent seiner Einnahmen aus Erdöl für den Kauf von Lebensmitteln aufwendet. Bei Beginn des dritten Jahrtausends wird es hundert Millionen Nigerianer geben, der Erdölfluß wird jedoch versiegen.

Aber der taube und blinde Kleinbürger bleibt ein Clown, ohne es zu wissen. Noch wunderbarerweise ungeschoren auf seinen fetten westlichen Wiesen schreitet er, auf seinen allernächsten Nachbarn schielend: »Laßt die Reichen zahlen!« Weiß er eigentlich, weiß er endlich, daß er selbst der Reiche ist und daß dieser Schrei nach Gerechtigkeit, dieser Schrei aller Revolten, von Milliarden Stimmen ausgestoßen, gegen ihn und gegen ihn allein gerichtet ist, sobald er sich erheben wird? Dies ist das ganze Thema des Buches »Das Lager der Heiligen«.

Nun, was tun?

Ich bin Romanschriftsteller. Ich habe weder eine Theorie noch ein System noch eine Ideologie vorzuschlagen oder zu verteidigen. Es scheint mir jedoch, daß sich uns nur eine Alternative bietet: den schicksalergebenen Mut aufzubringen, arm zu sein, oder den entschlossenen Mut wiederzufinden, reich zu sein. In beiden Fällen wird sich die sogenannte christliche Nächstenliebe als ohnmächtig erweisen. Diese kommenden Zeiten werden grausam sein.

Jean Raspail

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VORBEMERKUNG ZUR DEUTSCHEN AUFLAGE 1985

In unseren Schulbüchern von 1917 wurde die Weltbevölkerung mit 1,630 Milliarden beziffert. Im Jahr 1930 war sie auf 2 Milliarden, 1965 auf 3,3 Milliarden angestiegen. Die Bevölkerungskonferenz in Mexico City im August 1984 gab den derzeitigen Stand mit über 4,5 Milliarden Menschen bekannt. Bevölkerungswissenschaftler errechneten, daß bis zum Jahr 2025, also in 40 Jahren, 8 Milliarden Menschen die Erde bevölkern werden, wobei zu beachten ist, daß in immer kürzeren Zeiträumen eine immer raschere Steigerung eintreten wird.

Mit Bedauern wurde in Mexico City der sprunghafte Anstieg der Bevölkerung in der Dritten Welt vermerkt, so beispielsweise in Indien um jährlich 15 Millionen, in Mexico selbst um jährlich 2 Millionen, und in Kenia gäbe es geradezu kriminelle Geburtenraten. Jede erwachsene Frau bekäme dort im Durchschnitt acht Kinder. Aber wie üblich stand »der Westen« – also die von der weißen Rasse bevölkerten Staaten – wieder einmal mehr am Pranger. Er soll zahlen und keine Ratschläge über Geburtenkontrollen erteilen, denn die Völker der Dritten Welt seien mündig und souverän. Und ebenfalls wie üblich verlief die Konferenz ohne Ergebnis. Der Papst mahnte, ja keine Eingriffe in den Geburtenablauf zu unternehmen, und der Weltkirchenrat zeigte wie schon so oft seine abstruse Einstellung zu dem Problem.

Keine Erwähnung fand bei der Konferenz die Tatsache, daß die 700 Millionen zählende weiße Rasse, also diejenige, welche für die anderen aufkommen soll, mehr und mehr schrumpft. Ein besonders auffälliges Beispiel hierfür ist der rasante Geburtenschwund in der Bundesrepublik Deutschland. Eine von der Bundesregierung eingesetzte Arbeitsgruppe meldete um die Jahreswende 1983/84, daß die westdeutsche Bevölkerung von derzeit 57 Millionen Einwohnern bis zum Jahr 2030, also in 45 Jahren, auf 38 Millionen zurückgehen wird. Der französische Bevölkerungshistoriker Pierre Chaunu hat anhand der Bevölkerungsentwicklung Münchens ausgerechnet, daß im Jahr 2278, mithin in 10 Generationen, bei gleichem Ablauf gerade noch 6 400 Deutsche leben werden.

Das gleiche gilt von unserem Nachbarland Schweiz. Der Chef des Statistischen Amtes des Kantons Waadt, Marc Diserens, alarmierte jüngst die 6,4 Millionen Einwohner der Schweiz mit der schockierenden Feststellung, daß, wenn die zeugungs- und gebärfähigen Landsleute weiterhin im wohlstandsträgen Verhalten verharren würden, es im Jahr 2284 nur noch wenige Schweizer und Schweizerinnen geben würde.

Während so weder dem Rückgang der weißen Rasse noch dem gewaltigen Anwachsen der nichtweißen Rassen die notwendige Korrektur mit einem umfassenden Programm entgegengestellt wird, erreichen uns täglich die Horrormeldungen über den Hunger in der Dritten Welt. Fortgesetzt wird für die Welthungerhilfe geworben und geklagt, daß ein Viertel der Weltbevölkerung hungert, während auf der Nordhalbkugel der Erde Überfluß herrscht und sogar Lebensmittel vernichtet werden. »Wohltätige« Organisationen und Massenmedien vernebeln hier eindeutig die Tatsache, daß alle Hilfen, abgesehen von einigen wirklichen Katastrophenfällen (Dürren, Mißernten), bisher versagt und den Hunger eher noch vermehrt haben, weil solche gewohnheitsmäßigen Nöte nur durch eigene Arbeit und eigene Leistung der Betroffenen überwunden werden können, nicht aber durch milde Gaben anderer.

In seinem Roman versetzt uns der Verfasser in eine kommende Zeit, etwa in die Jahre 1990 oder 1995. Die Dritte Welt, die ihre dauernde Notlage trotz längst überwundener »Kolonialzeit« nicht zu meistern versteht, setzt sich eines Tages in Bewegung, um »das Paradies, wo Milch und Honig fließt«, zu gewinnen. Eine Million Hindus landen an einem Ostersonntag an der Südküste Frankreichs. Ihre einzigen Waffen sind ihre Massen und das Mitleid, das ihr jammervoller Zustand erregt. Was soll Frankreich, was Europa, was »der Westen« tun? Aus Mitleid die farbigen »Brüder« aufnehmen oder die Invasion mit Gewalt abwehren? Denn bald folgen weitere Heerscharen, welche die abendländische Jahrtausende alte Kultur auszulöschen sich anschicken.

Jean Raspail versteht es meisterhaft, den Zwiespalt zwischen angeborener Menschlichkeit und dem gebotenen Widerstand gegen den drohenden Untergang des weißen Mannes offenzulegen. Von einmaliger Treffsicherheit ist die mit beißendem Spott erfolgte Abrechnung des Verfassers mit den heuchlerischen, von Humanität triefenden Institutionen – vor allem mit den Massenmedien, Presse, Funk und Fernsehen, »das Tier«, wie er sie bezeichnet, das sich stets anmaßt, »die öffentliche Meinung« zu verkörpern, und dessen pausenloses Trommelfeuer das Gehirn und die Widerstandskraft des weißen Mannes aufgeweicht hat.

Was dem aufmerksamen deutschen Leser auffallen muß, ist, abgesehen von einigen typisch französischen Eigenheiten, die erstaunliche Ähnlichkeit mancher Schilderung mit bundesdeutschen Verhältnissen. Es erweckt gelegentlich den Eindruck, als ob man nur die Personen und Örtlichkeiten auszutauschen brauchte.

Wie immer die Kritik ausfallen mag, unverkennbar ist bei allem die Liebe Jean Raspails zum alten, ehrwürdigen Europa, um dessen Schicksal er schweren Herzens bangt. Daher ist seine bewegende Frage »Werde ich auch richtig verstanden?« zugleich das Grundanliegen dieses Buches.

Dr. Erich Kopp

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Das ist also alles nicht ganz neu. In Afrika, so erzählte man uns in den 1980ern, würden ganze Länder durch AIDS entvölkert, eine riesige Lüge, wie wir heute wissen; ein Blick auf die explodierende Bevölkerungsanzahl genügt. AIDS und „le Waldsterben“ (frz.) haben also durchaus viel gemeinsam, wer hätte das gedacht? Beides Lügen… die der Durchsetzung gesellschaftlicher Ziele dienten. Fast wie heute die total verlogene Flüchtlingsdiskussion, wenn doch 45 % dieser Leute vom sicheren Balkan kommen, also Wirtschaftsflüchtlinge sind, und nicht etwa „berechtigte Asylsuchende“.

2015 ist eine -so wird geworben- authentische Übersetzung des Klassikers erschienen, authorisiert vom 90-jährigen Raspail.

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Netterweise ist dieses Buch als PDF, durchsuchbar, hier in Kambodscha eingetroffen. Vielen Dank dem OCR-Scanner.

Das Vorwort:

Vorwort
Diese Neuausgabe von Jean Raspails Roman Das Heerlager der Heiligen ersetzt die 1985 im Hohenrain-Verlag erschienene Übersetzung, die von Grund auf überarbeitet und korrigiert wurde. Sie entspricht dem 2011 in Frankreich neu aufgelegten »Director’s Cut« des Autors: Anläßlich der dritten Auflage (1985) hat Raspail den Text aus dem Jahr 1973 teils gekürzt, teils erweitert sowie an verschiedenen Stellen modifiziert. Gestrichen wurden dabei vor allem Stellf;ll, die sich als allzu zeitgebunden erwiesen hatten, etwa ein Kapitel, in dem die Sowjetunion von einer »gelben Flut« aus China bedroht wird. Der Übersetzer der Hohenrain-Ausgabe hat jedoch die
Fassung von 1973 als Vorlage benutzt und dabei eigenmächtige Kürzungen vorgenommen, die vor allem im ersten Viertel des Buches ins Gewicht fallen . Die französische Erstausgabe ist heute so gut wie unauffindbar; lieferbar ist jedoch die
exzellente amerikanische Übertragung von Norman Shapiro aus dem Jahr 1975.
Das Heerlager der Heiligen entstand 1971 /72 während eines Aufenthalts des Autors an der Cöte d’Azur. Raspail selbst führt es auf eine »Vision« zurück, die ihn mit alptraumartiger Intensität überkam. Die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte seines Romans hat er in dem Essay »Big Other« geschildert – nachzulesen in der kleinen Interview- und Aufsatzsammlung Der letzte Franzose (Schnellroda 2014).
Im Jahr 2015 bedarfder vielgepriesene »prophetische« Charakter dieses legendären Buches keiner Erläuterung mehr; es
liest sich heute verblüffender, hellsichtiger und erschreckender
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als je zuvor. Die Zahl der Einwanderer, die über das Mittelmeer
nach Europa strömen, hat in diesem Jahr einen neuen Höhepunkt erreicht, ein Ende ist nicht abzusehen. Anders als bei Raspail sind die Invasoren jedoch in der Mehrzahl junge, kräftige Männer. Der Chor der humanitären Stimmen, der wie im Roman diese Entwicklung verklärt und verzuckert, wird wohl in wenigen Jahren in einen anschwellenden Bocksgesang übergehen. Den stetig wachsenden Menschenreservoirs Afrikas und Asiens steht ein demographisch schrumpfender Kontinent gegenüber, der, wie Raspail betont, seine »Seele« verloren hat: seinen Selbsterhaltungswillen, seine Selbstachtung und vor allem seinen Glauben – sei es an Gott, sei es an sich selbst.
Diese Dynamik mündet in einen »großen Austausch« (Renaud Camus) der europäischen Stammvölker, der in Frankreich inzwischen mit dem bloßen Auge wahrnehmbar ist.
Das Heerlager der Heiligen ist eine abgründige, parabelhaft zugespitzte Satire in der Tradition der großen Dystopien des 20. Jahrhunderts, von Benson und Huxley bis Orwell und Bradbury. Es ist und bleibt ein schockierendes, brutales, zugleich eigenwillig grimmig-komisches Buch. Die »Menschen vom Ganges« sind dabei natürlich lediglich Platzhalter für die außereuropäischen Völker in ihrer Gesamtheit. Nur eine Nebenrolle spielt der Islam, dessen beschleunigende Wirkung
auf die laufende Landnahme 1973 noch nicht absehbar war.
Raspail erkannte allerdings frühzeitig, daß der Kult um die Dritte Welt und den Antirassismus, verbunden mit dem massenhaften Import der ehemals Kolonialisierten nach Europa, fatale Folgen haben würde.

Einen gewissen Reiz für heutige Leser hat der Umstand, daß der Roman ein aktuelles Geschehen schildert, als hätte es bereits in den siebziger Jahren stattgefunden. Er erzählt eine »Alternativweltgeschichte« Frankreichs, die von 1973 aus gesehen »in naher Zukunft« liegt, jedoch unverkennbar ein Spiegel ihrer Entstehungszeit ist. Das nationale Trauma des Abstiegs als Kolonialmacht ist stark präsent: Immerhin lag
das Ende des Algerienkriegs erst gute zehn Jahre zurück. Eine deutliche Vorlage bot auch das berüchtigte Vorwort von JeanPaul Sartre zu Frantz Fanons antikolonialistischer Bibel Die Verdammten dieser Erde (1961). Sartre pries darin die weltrevolutionäre Fusion von Rassen- und Klassenkampf, wie sie schon von Spengler prophezeit worden war, und zeichnete die farbigen Massen als »Zombies«, die gleichsam von den Toten auferstehen und den Spieß der Geschichte umkehren: »Jetzt
seid ihr an der Reihe; in jenem Dunkel, aus dem eine andere Morgenröte hervorgehen wird, seid ihr jetzt die Zombies.« In der Tat hat Raspail auf überraschende Weise Motive der modernen Zombiefilme vorweggenommen: die Endzeitstimmung, den Kollaps der Zivilisation, die entmenschten Massen, denen eine winzige, verzweifelt kämpfende Gruppe gegenübersteht. Gleichzeitig zeigt Raspail immer wieder, daß
es durchaus gute Gründe gibt, die Welt der Weißen so zu sehen – und zu hassen – wie etwa ein Fanon. Allerdings weiß er auch, daß der Konflikt unauflösbar ist und Ungleiches nicht gleich gemacht werden kann; jegliche Illusion über die Natur des Menschen führt ins Desaster. Daß Raspail die Zerstörung des Abendlandes dennoch als einen satanischen Vorgang schildert, vorangetrieben von apokalyptischen Tieren,
Antichristen und falschen Propheten, ist eine der vielen Doppelbödigkeiten des Romans.
Raspails Charaktere sind typenhaft zugeschnitten und dienen oft nur als Sprachrohre für diesen oder jenen Gedanken. Diese Vereinfachung wird jedoch aufgewogen durch eine überbordende Fülle an pointierten, oft makabren und bizarren Szenen, die sich dem Leser unvergeßlich einprägen. Der eigentliche Schrecken für Raspail ist dabei allerdings nicht die Rasse, sondern die Masse: als physische Überzahl ebenso wie als totalitäre Gleichschaltung aller Köpfe und als kollektive Regression und Hysterie. Er schildert eine Gesellschaft, in der sich Infantilismus und Sentimentalität mit dem Ressentiment, dem Hedonismus, dem Neid und dem Herdentrieb verbinden. Zusammen mit einem maßlosen, kryptoreligiösen Utopismus wird daraus die linke Ideologie unserer Zeit, die inzwischen in jede Ritze unseres Daseins gedrungen ist.

Zum Geniestreich wird Das Heerlager der Heiligen vor allem durch den Entschluß des Autors, seine europäische Apokalypse als eine Art böse Persiflage auf die christliche Heilsgeschichte zu erzählen. Wie ein katholischer Nietzsche blickt er mit besonderer Verachtung auf die nachkonziliare Christenheit, deren Vertreter heute kaum mehr von seinen Romanfiguren zu unterscheiden sind, allen voran Papst Franziskus, der dem Benedikt XVI. des Buches mehr ähnelt als sein Vorgänger. Der wesentliche Gedanke ist hier, daß die Krise und Krankheit des Abendlandes eine metaphysische, religi-
öse ist, und daß hier das im Heerlager refrainartig angesprochene Geheimnis seines Verfalls zu suchen ist.
Nach wie vor gelten Raspails abschließende Worte zum Vorwort der dritten Auflage des Heerlagers: »Ich bin Romanschriftsteller. Ich habe weder eine Theorie noch ein System noch eine Ideologie vorzuschlagen oder zu verteidigen. Es scheint mir jedoch, daß sich uns nur eine Alternative bietet: den schicksalsergebenen Mut aufzubringen, arm zu sein, oder den entschlossenen Mut wiederzufinden, reich zu sein. In beiden Fällen wird sich die sogenannte christliche Nächstenliebe als ohnmächtig erweisen. Diese kommenden Zeiten werden grausam sein.«
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Martin Lichtmesz,
Wien, 5. Juli 2015

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Hört sich spannend an. Ganz klarer Tipp: Lesen! Die PDF kann ich natürlich nicht für Jedermann zum Download anbieten. Das würde der Herr Kubitschek gar nicht gut finden, und der Herr Semlitsch aus Wien sicher ebenfalls nicht.

Warum jedoch die Völker Mitteleuropas diesen Selbsthass entwickelten, der zu ihrem Untergang führen kann, und ohne Gegenwehr führen wird, diese Frage konnten mir weder Raspail noch sonstwer beantworten. Vielleicht ist es so, dass mental Gesunde die geisteskranken Selbstmordsüchtigen schlicht nicht verstehen können. Die Implantierung des Selbsthasses könnte durchaus eine Waffe sein, um Europa und seine Vaterländer abzuschaffen, Ordo ab Chao, um also eine neue Weltordnung zu erschaffen.

JE weiter man von diesem kranken Europa entfernt ist, desto klarer wird die Erkenntnis, vor allem für Leute, die zwischen mental gesunden Menschen leben, die ihr Land mit allem was sie haben bis auf das Letzte verteidigen würden, eine zutiefst normale Haltung, die in Europa so verbissen bekämpft wird.

Der 1. Schritt zur inneren Souveränität ist dabei ganz einfach: Man muss sich selbst von der linken Propagandascheisse befreien. Das ist der unvermeidbar nötige erste Schritt zur Aufklärung.

medien-guelle

Wer sich von der medialen Gehirnwäsche befreit hat, der kann sich überhaupt erst daran machen, das Eigene zu verteidigen.

Ende Teil 1

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