Das Buch:

bb1Der Autor:

Einem großen Publikum bekannt wurde Veiel vor allem durch seinen Dokumentarfilm Black Box BRD (2001), in dem er die Biografien des Bankenmanagers Alfred Herrhausen und des RAF-Terroristen Wolfgang Grams einander gegenüberstellt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Andres_Veiel

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Warum ausgerechnet Grams? Was hatte der mit dem Mord an Herrhausen zu tun?

Beim Versuch seiner Festnahme durch die GSG-9 in Bad Kleinen wurde er angeschossen und beging daraufhin Suizid. Die genauen Umstände seines Todes sind nicht vollständig geklärt. https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Grams

Im Blog dazu zu finden:

Gut, beim Rohwedder-Mord wurde angeblich auf einem am Tatort befindlichen Handtuch ein Haar von Wolfgang Grams gefunden. 2001, 8 Jahre nach Bad Kleinen.  http://fatalistblog.arbeitskreis-n.su/2015/07/20/2-phantome-raf-generation-3-und-nsu-netzwerk/

Das steht auch bei Wikipedia.

Dort verlinkt:

So wird die Frage der Abgeordneten Ulla Jelpke, ob „diese acht Haarspuren in den letzten zehn Jahren mit Haaren potentieller Tatverdächtiger verglichen wurden“ mit „Nein“ beantwortet. Zur Erläuterung heißt es: „Eine molekulargenetische Untersuchung auch von ausgefallenen, sogenannten telogenen Haaren wird erst seit Entwicklung des Verfahrens im Mai 2000 für die Fallbearbeitung eingesetzt“. (Bundestagsdrucksache 14/6525) http://www.heise.de/tp/artikel/9/9028/1.html

Die Person Grams ist hochgradig verdächtig, ein V-Mann gewesen zu sein.

War Grams ein Spitzel, der liquidiert wurde, siehe:

grams mord bkahttp://fatalistblog.arbeitskreis-n.su/2015/07/21/polizeimunition-in-den-todeszellen-der-raf-in-stammheim-deja-vu-nsu/

gramsAktenfunde und andere Anhaltspunkte sprechen dafür, dass der RAF-Terrorist für den DDR-Geheimdienst tätig war und in Ostdeutschland eine paramilitärische Ausbildung erhielt. http://www.heise.de/tp/artikel/39/39410/1.html

Also die Stasi… bei Regine Igel ist eigentlich alles Stasi… aber sie zitiert Akten. Seit 1979, das wäre lange… und dann noch das hier:

Knut und Ursel Müller staunten deshalb wahrscheinlich nicht schlecht, weil ihnen eine der beiden Leichen vom 27. Juni 1993 bekannt vorkam. Bisher dachten sie allerdings, dieser Mensch sei einer von ihnen gewesen: Wolfgang Grams. „Laut Kamerad Kurt Müller hatte Grams gerne und mit Interesse an den regelmäßigen Kameradschaftsabenden bei den Müllers in Mainz teilgenommen“, schreibt die rechte Zeitschrift „Zentralorgan“ (4/98). Dasselbe Blatt veröffentlichte ein Interview mit Frau Müller.

Danach kam Wolfgang Grams „an einem Dienstag zu unseren wöchentlichen Treffs, wann das genau war, weiß ich heute nicht mehr, jedenfalls vor seiner ‚RAF‘-Zeit.“ Er habe reges Interesse an den politischen Aktivitäten der Rechten gezeigt, sich aber nicht aktiv beteiligt.

Besonders in Erinnerung geblieben ist Frau Müller, daß Grams die Gruppe „immer zu Gewalttaten aufforderte und drängte.“ Der Kontakt mit ihm habe geendet, „weil wir uns mit seinen Gewaltideen nicht identifizieren konnten, jedenfalls nicht in der Tat.“

Ob Grams ein Antifa-Spitzel oder ein Verfassungsschutz-Spitzel gewesen sei, wisse sie nicht, sagt Frau Müller weiter.

http://www.911-archiv.net/Deutschland-im-Herbst/grams-bei-den-rechten.html

Jetzt haben wir also im Angebot:

  • Grams als Stasi-Spitzel
  • Grams als Verfassungsschutzspitzel
  • Grams als Antifa-Spitzel (fast dasselbe wie VS-Spitzel) 🙂
  • Grams als Rohwedder-Liquidator
  • Grams als Herrhausen-Mordinvolvierter
  • Grams als RAF-Terrorist
  • Grams als Staatsmord an einem der zuviel wusste, 1993 in Bad Kleinen

Recht umfangreiche Auswahl…

Unser spezieller NSU-Recherchefreund Thomas Moser hat sich mit dem Buch ebenfalls befasst:

Zielscheibe des Anschlages wurde vielmehr ein Mann, der zum Zeitpunkt seiner Ermordung gerade eben seine Machtposition im Vorstand der Deutschen Bank desillusioniert geräumt hatte, weil seine idealistischen Reformvorstellungen, die z.B. eine neue Finanzpolitik gegenüber der Dritten Welt vorsahen, auf der Chefetage des Konzerns nur milde belächelt wurden. Nach dem Ende der Dreharbeiten hat Veiel seine Recherchen weitergeführt – und so ist das nun unter dem Filmtitel erschienene Buch viel mehr als „Das Buch zum Film“ geworden. Thomas Moser hat es für Sie gelesen und mit dem Autor gesprochen.  http://www.deutschlandfunk.de/andreas-veiel-black-box-brd-alfred-herrhausen-die-deutsche.730.de.html?dram:article_id=101939

Alles sehr verwirrend. Wieso hatte Herrhausen seine Machtposition als Sprecher der Deutschen Bank aufgegeben, als er ermordet wurde?

Stimmt das?

Laut Aussage seiner Frau Traudl (in dem Dokumentarfilm Black Box BRD von Andres Veiel) sollte am Tag seiner Ermordung auf einer Vorstandssitzung über seine Pläne entschieden werden. In seinem auf dem Film aufbauenden gleichnamigen Buch beschreibt Veiel, dass Herrhausens Position in der Bank stark geschwächt war und dass er zwei Tage vor seinem Tod sogar intern seinen Rücktritt erklärt habe.[7]

Quelle dafür ist, Sie ahnen es sicher bereits, Thomas Moser!

Am 28. November 1989, also zwei Tage vor seiner Ermordung, erklärte Herrhausen intern seinen Rücktritt. Der sollte im Januar 1990 vollzogen werden. Dieses entscheidende Detail war der Öffentlichkeit bisher unbekannt. Es ist eine der wichtigsten Informationen, die Veiel durch seine Recherchen und Gespräche gewonnen hat.

Das müssen wir mal raussuchen. Die RAF Generation 3, das angebliche Phantom, ermordete einen bereits zurück getretenen Bankchef?

Ende Teil 1

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