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So titelt die MZ:

Es geht immer noch darum, ob Adrian auf die Polizei geschossen hat oder nicht.

Siehe:

Interessanter ist, was der Volkslehrer ab Minute 11 erzählt, denn dort im Prozess geht es ja eigentlich darum, ob Ursache -wie angeklagt- wirklich auf die Polizei geschossen hat, versuchter Mord, oder ob mittels Gefälligkeits -Gutachte(r)n und “passend gemachter“ Polizistenaussagen eine falsche Anklage erhoben wurde, die aus dem Opfer Adrian den Täter konstruierte.

Das wär‘ ja was, wenn die Polizei mit falschen Aussagen für eine Mordanklage gegen einen Nichtschützen gesorgt hätte…

Es sieht aber danach aus, dass es ganz übel riecht.

Es stinkt regelrecht:

„Wenn eine Beschusseinwirkung stattgefunden hat“, so insistiert Magerl nach der Ablehnung der Staatsanwaltschaft, „dann wäre auch eine Schusseinwirkung feststellbar“. Das belege das Gutachten.

Bisher ist die fragliche Schutzweste nicht kriminaltechnisch untersucht worden, das aber will die Verteidgung demnächst beantragen. „Wenn dann an der Weste nichts feststellbar ist, dann wäre das für uns wunderbar“, sagt Magerl. Es komme dann nicht mehr darauf an, ob das Gericht dem Zeugen glaube, sondern es wäre wissenschaftlich bewiesen, dass die These eines von der Weste abgeprallten Schusses, der den SEK-Mann in der Folge am Hals verletzte, nicht mehr zu halten ist.

Die magische Kugel war schon bei JFK 1963 in Dallas purer Bullshit, und das gilt wohl auch für die magische Adrian-Kugel des Nichtschusses.

Und das Gericht scheint die Mordanklage erledigen zu wollen:

Doch beim Gutachten schlagen sich die fünf Richter auf die Seite der Verteidiger: Ja, der Gutachter sei offenkundig ein Fachmann. Und ja, seine trockenen fachlichen Erörterungen könnten Beweiskraft erlangen.

Hat da ein Polizist die Nerven verloren und vorschnell geschossen, was angesichts dieses Totalspinners Ursache durchaus verständlich wäre?  Hat man -dem Chorgeist der SEKs entsprechend- dann den Kollegen mittels falscher Aussagen geschützt?

Maybe. Halte ich für durchaus möglich. Wird aber jetzt anhand der unbeschädigten Schussweste auffliegen, so die Prognose, und Adrian Ursache wird in die Geschlossene abwandern, wo er auch hinzugehören scheint.

Bild:

„Er hat ihr ein sechsseitiges Trennungsdekret verlesen, dass er vorher in seiner Zelle verfasst hatte“, berichtete ein Mitgefangner.

Passte durchaus zu diesem Irren.

Prozess gegen Adrian Ursache: „Ich bin nicht gewalttätig, aber ich bin gewaltbereit“

… Neu diesmal: Der Vater zweier Söhne nutzt die erstmalige Abwesenheit von Ehefrau Sandra, die normalerweise stets auf der Verteidigerbank Platz nimmt, um seine Drohungen gegen Behördenmitarbeiter, Gerichtspersonal und die Erwerber des ursprünglich seiner Familie gehörenden Hauses in Reuden zu verschärfen.

„Ich bin nicht gewalttätig, aber ich bin gewaltbereit“, sagt er und versichert dann seine Entschlossenheit, „mein Eigentum zurückzuholen, notfalls mit Gewalt“. Dass die „Jackenträger der Wortmarke Polizei“ (Ursache) versucht hätten „mich umzubringen“, könne ihn nicht schrecken. „Ich habe keine Angst vor dem Tod.“

Der Mann scheint gemeingefährlich zu sein, aber kein Mörder. Eine ganz persönliche Tragik, irgendwie.

Ihn hat hat offenbar die Gehirnwäsche der Reichsbürger voll erwischt:

„Deutsch“ zum Beispiel, wie im Pass vermerkt, sei keine Staatsbürgerschaft, wettert Ursache, der stets gern auf seine Einbürgerungsurkunde verweist, auf der als Staatsangehörigkeit „Deutschland“ steht. Hier sehe jedermann deutlich, dass es der Bundesrepublik an völkerrechtlicher Substanz fehle – wie wohl auch Australien und Kanada, die ihre Staatsbürgerschaften nicht „Kanada“ und „Australien“ nennen, sondern „australisch“ bzw. „kanadisch“.

Italiano und british seien noch ergänzt. Hilfe, was ist nur mit diesen Leuten los?

Aber: Ein versuchter Mord hat seitens Ursache wohl nicht stattgefunden. Die Anklage muss daher fallen gelassen werden.

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