Vor 10 Jahren betrug der Mindestlohn in Kambodscha noch um die 70 oder 80 $, und da hat sich deutlich was getan:

Es ist nicht alles roger in Kambodscha, aber die Richtung stimmt.

Zum Vergleich:

http://fatalistblog.arbeitskreis-n.su/2015/12/31/letzter-beitrag-2015-3-stylische-norweger-in-kambodscha/

Sehenswert, nach wie vor, der Film.

Sie übernachten bei ihrer Kollegin Sokry, erfahren wie es ist, auf dem Boden zu schlafen und stellen erstaunt fest, dass es kaum möglich ist, sich mit einem Verdienst von 3 Dollar pro Tag satt zu essen.

Inzwischen sind es eher 5 Dollar am Tag, statt 3, und satt werden kann man davon durchaus.

Nur mit einer vernünftigen Bildung für die Kinder wird es somit natürlich nichts, und das scheint auch gewollt zu sein.

Trotz dem erheblichen Anstieg der Mindestlöhne in Kambodscha wird der Wettbewerbsvorteil der Bekleidungsindustrie nicht beeinträchtigt, da die Regierung die Besteuerung der Gewinne im Bekleidungssektor weiterhin verzögert und die Exportmanagementgebühren abschafft.

Schwierig, irgendwo sind diese Länder schon Billiglöhner für den Westen und billige Arbeitssklaven für die Golfstaaten, andererseits muss man immer auch bedenken, ob es dort in Südostasien ohne diese Milliarden Dollar an Verdiensten nicht noch viel beschissener wäre.

Schwierig. Am besten mal den guten Film von den Norwegern anschauen.

Es ist sehr schön zu beobachten, wie zunächst die natürlichen Selbstschutz-Mechanismen greifen, „die kennen das ja nicht anders“, oder gar „aber die sind damit sicherlich zufrieden“,  und dann das Aufprallen mit der Realität recht drastisch ausfällt. Und entsprechend tränenreich. Auch Kambodscha ist keine Insel mehr, es gibt Youtube, es gibt Kinofilme die in den reichen Ländern spielen, es gibt Facebook. „die wissen dass sie gnadenlos ausgebeutet werden“.

Wie gesagt: Schwierig. Vielleicht irgendwie mehr grau als schwarz oder weiss.